Akzeptanz (von lat. accipere für annehmen, billigen, empfangen) ist die Substantivierung des Verbs akzeptieren, welches unter anderem bedeutet: annehmen, hinnehmen, billigen, anerkennen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein. Akzeptanz kann somit als Bereitschaft, etwas oder jemanden zu akzeptieren, definiert werden.

Lass mich dir zeigen, wie wichtig Akzeptanz ist…

Stell dir vor, Du stehst auf einer schönen Wiese und hältst ein Seil fest wie beim Tauziehen. Am anderen Ende des Seils steht eine verschleierte Gestalt, die sehr kräftig zieht. Du ziehst heftiger.
Dein Gegner ist das Lebens selbst, das Du in Situationen hineinziehst, die Du nicht haben willst: ein Verkehrsstau, eine Gewichtszunahme,
eine lange Warteschleife, ein unerwarteter Todesfall. Du ziehst stärker an dem Seil.

,,Wenn ich stark genug ziehe, denkst Du, dann bleibt das verdammte Seil, wo es ist. Ich kann es kontrollieren.“

Das Problem ist jedoch, dass das Leben, Dein mutmaßlicher Feind, immer stärker ziehen wird als Du. Das Seil bleibt nie an einer Stelle.
Es passieren weitere Dinge, die Du nicht willst, um die Dich nicht gebeten haben und die Du nicht stoppen kannst. Das kann sich manchmal lächerlich frustrierend anfühlen, auftreibend, unerträglich und herzzerreißend. 
Im Buddhismus gibt es dafür einen Namen dukkha – die Erste Edle Wahrheit, die anerkennt, dass das Leben mit Leid verbunden ist. Aber wie wäre es, wenn es eine Möglichkeit gäbe, den Kampf zu beenden?Wenn Du aufhörst, dich gegen den Zug des Seils zu stemmen und dich entspannen würdest?
Stell Dir die Erleichterung vor, wenn Du das Brennen des Seils nicht mehr fühlen müsstest – einfach die Finger öffnen und zusehen, wie das Seil seinem natürlichen Lauf folgt. Wenn du das Leben akzeptierst, so, wie es ist – wenn Du aufhörst, an Deinem Ende des Seils zu ziehen -, dann kannst Du dich einfach auf diese Wiese setzen und ganz in Frieden den Duft der Blumen genießen.
Hier geht es darum, wie man es schafft, das Seil loszulassen. Es geht um die Kunst der Akzeptanz und ihre lebensverändernde Macht,
um den direkten Weg zu einem entspannteren, zufriedeneren Leben.
Die Kunst der Akzeptanz begleitet Dich auf den individuellen und einzigartigen Wegen, die Du für Deine persönliche Reise wählst.

,, Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Hier können wir einander begegnen.“ 

Das Konzept der Akzeptanz ist nicht neu, sondern ein altehrwürdiger Pfad zu emotionaler und spiritueller Heilung. Sowohl in der modernen Psychologie als auch in heiligen Texten wird Akzeptanz als befreiendes Ziel betrachtet. Aber – und das ist das Problem – dieses Ziel zu erreichen, kann sehr schwer sein. 
Es ist nicht so, als müsste man nur mit den Fingern schnippen oder sich selbst sagen: ,,Finde dich endlich damit ab.“ Etwas zu akzeptieren,
kann anstrengend und schmerzhaft sein und nahezu unmöglich erscheinen. Wie soll man das Nicht-Akzeptierbare akzeptieren können?
In vielen Jahren meiner Arbeit als Medizinische Fachangestellte und angehende Psychotherapeutin habe ich festgestellt, dass alles mit der Arbeit an sich selbst beginnt. Ob es darum geht, eine andere Person, eine Situation oder etwas Vergangenes zu akzeptieren, immer beginnt Akzeptanz bei einem selbst, bei den eigenen Gefühlen gegenüber der Situation und – am allerwichtigsten – damit, wie man sich selbst behandelt.
Wenn man Mitgefühl mit sich selbst hat, kann man die Realität leichter akzeptieren. Selbstmitgefühl ist der Schlüssel, der die Tür zur Akzeptanz aufschließt. Darum geht es in diesem Blog: Selbstmitgefühl – Akzeptanz – Frieden. Indem wir die Fähigkeit zum Selbstmitgefühl in den Vordergrund stellen, von dessen wissenschaftlich bewiesenen Vorteilen profitieren und uns die Fähigkeit eines höheren Selbst zunutze machen, können wir vom Widerstand gegen eine Situation zu ihrer Annahme und zu neuen Möglichkeiten gelangen.
Und auch wenn jeder Mensch auf seine eigene Reise geht, bietet dieser Blog Dir ein Roadmap, um Diene Beziehung zu Dir selbst und zum Leben zu verbessern. Wir wissen alle, dass wir unsere Lebensumstände auf sehr unterschiedliche Art akzeptieren können, von widerwillig zulassen bis mit Begeisterung annehmen. Experimentiere einmal mit der Bereitschaft, jede neue Situation für Dich als vorteilhaft zu betrachten.
Wie sähe es aus, wenn Du jedes einzelne Ereignis, das Dir zustößt, als das Beste betrachtest, was Dir passieren kann?
Als ich 2017 mit meinem besten Freund auf eine Reise nach Thailand ging, hatte ich gerade ein sehr eindrucksvolles kleines Buch von Chris Prentiss mit dem Titel Zen und die Kunst, sein Glück in die eigene Hand zu nehmen gelesen. Folgender Satz hatte mich fasziniert:

,,Alles, was mir widerfährt, ist das absolut Beste, was mir passieren kann.’’

Mein bester Freund und Ich beschlossen, diesen Satz zu unserem Reisemotto zu machen, und wir sagten ihn jeden Tag viele Male. Das bescherte uns sehr lustige Zeiten, zum Beispiel als unser Flug verspätet war, als wir uns in Bangkok verliefen, als man uns ein nicht zu identifizierendes Essen servierte, als wir auf einem völlig überfüllten Bahnsteig standen und sogar als einer von uns die Geldbörse gestohlen wurde.
Alls diese Herausforderungen versuchten wir mit Neugier anzunehmen. Das Ergebnis war eine wundervolle Reise. Jeder Tag war ein Abenteuer, voller Farbe, Duft, Magie und Geheimnis. Nichts wurde zum Problem und jede Situation war von einem Rätsel begleitet: ,,Hm, Ich sehe wirklich nicht, wie das zu meinem Vorteil ausgehen könnte, aber Ich weiß, dass es so ist.’’
Unser Widerstand gegenüber Ereignissen schwand und die sich selbst erfüllende Prophezeiung vom Positiven in jedem Geschehen wirkte.
Versuche es einen Tag lang und warte ab, ob es nicht die Art revolutionieren wird, auf die Du die Welt wahrnimmst. Wie würde deine Lebenswirklichkeit sich verändern, wenn Du glaubst, dass alles, was Dir geschieht, zu Deinem Vorteil ist?