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Psychologie
Mediation bild mit Kerzen und Räucherstäbchen und schöner pflanze im Hintergrund auf der Seite von Soulab bei definition von Spiritualität

Psychologie

Was ist Psychologie? Der Begriff Psychologie enthält die griechischen Wörter „psyche“ (Seele) und „logos“ (Lehre, Wissenschaft). Es gibt unterschiedliche Definitionen von Psychologie, bei denen typischerweise Begriffe wie Wissenschaft, Handeln, Denken, Erleben, Entscheidungen, Verhalten, Mensch, Individuum, Gruppe und empirisch vorkommen. Die aktuell sinnvollste Definition von Psychologie ist:

Psychologie ist die empirische Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen.

Nun stellt sich die Frage, wie die Psychologie eigentlich definiert werden kann. Wissenschaftler haben sich in den letzten Jahren auf eine breite Definition geeinigt:

Psychologie ist die Wissenschaft der psychischen Vorgänge, vom Erleben und Verhalten des Menschen.

Diese Definition ist sehr grob und lässt sich auf die verschiedensten Bereiche ausweiten. Sie deutet aber auch darauf hin, dass in jeder Situation psychologische Prozesse ablaufen. Die psychologische Forschung nutzt neben den eigenen Modellen auch Befunde aus der Natur-, Geistes-, und Sozialwissenschaft, um das Verhalten und Erleben von Menschen erklären zu können. 

Teilbereiche der Psychologie

Die Aussagen, die sich anhand der Forschung ableiten lassen, können auf die unterschiedlichsten Kontexte angewendet werden. Deshalb haben sich in der Psychologie einige Untergruppen gebildet, die das Feld der Psychologie thematisch und kontextuell etwas eingrenzen. Teilbereiche der Psychologie sind zum Beispiel:

    • Entwicklungspsychologie
    • Biologische Psychologie (und Neuropsychologie)
    • Sozialpsychologie
    • Klinische Psychologie (und Psychotherapie)
    • Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie
    • Rechtspsychologie
    • Pädagogische Psychologie
    • Sportpsychologie

Verhalten

Vielleicht wird die Psychologie an mancher Stelle von oben belächelt und irgendwie mit „Gefühlsduselei“ in Verbindung gebracht. Dabei ist die Psychologie so viel mehr und durchdringt jeden unserer Lebensbereiche. Wir alle profitieren von der wissenschaftlichen und angewandten Psychologie.
Das leistet die Psychologie unter anderem:

  • Ängste, Verlusterfahrungen und traumatische Erlebnisse verarbeiten
  • Präventive Gesundheitsarbeit
  • Stress vermeiden bzw. den gesunden Umgang damit lernen
  • Kaufverhalten analysieren und beeinflussen können
  • Unterstützung von Schulen und Beratung von Eltern, Schüler*innen und Lehrer*innen
  • Persönliche Fähigkeiten herauszuarbeiten und sie bestmöglich nutzen
  • Hilfe im guten, sozialen Miteinander
  • gute und produktive Atmosphäre am Arbeitsplatz

     

    Es lohnt sich die einzelnen Punkte der Definition kurz genauer zu betrachten:

     

    Verhalten

    Verhalten bezieht sich dabei auf sämtliche direkt oder indirekte (etwa über technische Verfahren oder Ergebnisse von Verhalten) beobachtbare Prozesse. Dabei ermöglichen beispielsweise bildgebende Verfahren von neurologischen Prozessen im Gehirn immer bessere Beobachtungen von Verhaltensprozessen, die unmittelbar mit dem Erleben von Menschen zusammen hängen.

    Erleben

    Erleben bezeichnet nicht direkt beobachtbare Zustände und Prozesse wie etwa Emotionen, Motive, Entscheidungsprozesse oder Gedanken.

    Der Mensch

    Der Mensch ist im Fokus. Manche zählen auch das Erleben und Verhalten von Tieren zum Forschungsgebiet der Psychologie. Zwar arbeiten Psychologen auch mit Tierversuchen, um Verhalten und dessen Beeinflussung und Veränderung zu untersuchen – sie tun das aber letztendlich, um Rückschlüsse auf Gesetzmäßigkeiten bei Menschen zu finden. Andere Psychologen verwenden virtuelle Individuen, um Modelle zu testen (Agent Based Modelling) – hier würde auch keiner behaupten, dass Psychologie die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten von Software oder KI ist. Diese ist ebenfalls nur ein Instrument, um sich dem Menschen zu nähern. Psychologie ist also die Wissenschaft vom Verhalten des Menschen. Das Verhalten von Tieren ist Forschungsgebiet der Verhaltensbiologie, einer Nachbarwissenschaft der Psychologie. Fazit: Psychogen arbeiten zwar in Experimenten mitunter auch mit Tieren (etwa mit Ratten, Tauben oder Affen), sie tun das aber letztlich mit dem Ziel, Schlüsse auf menschliches Erleben und Verhalten zu ziehen, indem sie allgemeine Theorien entwickeln und auch an Tieren testen.

    Empirische Wissenschaft bezieht sich auf die Entwicklung von Theorien, die mit Forschungsmethoden systematisch an der Realität überprüft und getestet werden – etwa mit Experimenten. Dem gegenüber stehen Ansätze, die Theorien entwickeln, die sich vielleicht auf den ersten Blick vernünftig anhören, aber diese nicht systematisch testen. Oft sind derartige Theorien dann auch so allgemein formuliert, dass man sie nicht oder kaum testen kann.

    Psychologische Themen wecken bei Menschen häufig großes Interesse. Manche Personen halten sich dabei für die besten Psychologinnen/Psychologen und meinen zu wissen, welche psychologischen Gesetzmäßigkeiten einem Verhalten zugrunde liegen. Dabei kann es um alltagspsychologische Aussagen, Sprichwörter oder Phä- nomene gehen. „Gleich und gleich gesellt sich gern“ oder „Gegensätze ziehen sich an“ sind nur zwei Beispiele.

    Dabei ist die Psychologie seit über 130 Jahren an den Universitäten der Welt in Forschung und Lehre vertreten. Sie stellt eine Wissenschaft dar, die nichts mit der Alltagspsychologie gemein hat. Ihre Aufgabe ist es, menschliches Erleben und Verhalten systematisch zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen. Die psy- chologische Forschung arbeitet dabei mit zielgerechten und planvoll konzipierten empirischen Methoden. Sie hat das Ziel, Schlussfolgerungen über Ursache- Wirkungszusammenhänge zu ziehen (Müsseler & Rieger, 2017; Schiebener & Brand, 2014).

    1.2 Leitideen der Allgemeinen Psychologie

    1.2.1 Universalismus

    Der Universalismus besagt, dass allen Menschen eine wesentliche psychologische Grundstruktur gemeinsam ist. Mit diesen Grundstrukturen sind psychologische Funktionen des Erlebens und Verhaltens gemeint, die alle Menschen auszeichnen. Dieser Ansatz strebt also nach einer allgemeinen (universalen) Betrachtung aller Menschen und nicht nach Unterschieden zwischen einzelnen Individuen (Becker- Carus & Wendt, 2017).

    1.2.2 Funktionalismus

    Die Leitidee des Funktionalismus stützt sich aufbauend auf den Universalismus. Funktionalismus bedeutet im Kontext der Allgemeinen Psychologie, dass nicht das was sondern das wie von Gemeinsamkeiten betrachtet wird. Es geht also nicht da- rum zu schauen, was ein einzelner Mensch erinnert, denkt, sieht oder hört. Viel- mehr nähert sich die Allgemeine Psychologie den dahinterstehenden Prozessen und Mechanismen an und untersucht, wie Menschen im Allgemeinen erinnern, denken, sehen oder hören (Prinz et al., 2017).

     

 

 

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